liebethal 9 20150821 1752622340In Meiches Mühlenbuch beginnt der Text zur Lochmühle mit: "Sie ist entschieden die landschaftliche Perle des Wesenitztales".

Es bedarf wenig Fantasie, sich vorzustellen, dass diese Mühle mit ihrer Lage im Wesenitztal einst ein herausragendes Ausflugsziel darstellte, heute jedoch, nachdem die Bewirt(schaft)ung vor Jahrzehnten aufgegeben wurde, scheint sie dem Verfall preisgegeben.

Das Baujahr der Lochmühle ist nicht überliefert. Erste Erwähnung ist eine Urkunde von 1559, die einen Blasius Hans als Müller ausweist, wobei die Mühle als "nicht vollkömmlich erbauet" beschrieben ist. 1603 gehört die Mühle Hans Fleck, es folgen mehrfach Besitzerwechsel, wobei Georg Kreutzel 1676 die Mühle für 330 Gulden an Hans Mauckisch veräußert.

1681 zerstörte ein Felsstruz das Wohnhaus der Mühle. Der Müller Ambrosino Maukisch errichtete die neue Mühle "30 Schritte weiter aufwärts". Es folgten weitere Besitzerwchsel.

Am 14. Juni 1804 setzte eine Sintflut der Mühle zu, m 19. März 1828 vernichtete sie ein Feuer. Noch im "selbigen Jahr ließ der Besitzer Friedrich August Schreiter die Mühle wieder von neuem aufbauen".  Selbiger Besitzer bot Durchreisenden ab 1835 Erfrischungen an, zehn Jahre später wurde die behördliche Genehmigung erteilt, "Speisen und Getränke den Schweizreisenden verabreichen zu dürfen".

Als Mahlmühle wurde die Lochmühle nicht mehr genutzt, nachdem der damlige Müller Schmidt im Räderwerk tödlich verunglückte. Die folgenden Besitzer setzten auf die Gastwirtschaft.

Der berühmeste (mehrfache) Gast der Lochmühle war Richard Wagner, was den Standort des Denkmals etwas talwärts erklärt.

 

 

Zum Seitenanfang