Länge 9,8 km
Dauer 4-5 h
Profil Normal, 295 Hm, Zum Höhenprofil
Sehenswertes Neumannmühle (Museum), Winterstein (Hinteres Raubschloss)
Aussichten Winterstein (mehrere), Teichstein
Einkehrmöglichkeit Neumannmühle, Buschmühle, Zeughaus
Anfahrt Auto, S-Bahn bis Bad Schandau und weiter mit Bus

Nur kurz tangiert unser Wandervorschlag mit dem Winterstein (Hinteres Raubschloss) einen stark frequentierten Ort. Wären die Leitern nicht, die durch Kamine den Aufstieg ermöglichen, so bliebe der Gipfel den Kletterern vorbehalten. So aber bietet sich ein dem Wanderer zugänglicher Punkt mit den besten Rundsichten auf große Teile der Hinteren Sächsischen Schweiz. Dem kaum nach steht die wenig bekannte Aussicht am Teichstein, hoch aufragend über dem Tal des Großen Zschands.

Ausgangspunkt der Beschreibung ist der Parkplatz gegenüber der Neumannmühle im Kirnitzschtal. Von den Alternativen Buschmühle oder auch Felsenmühle sind es nur wenige Minuten Fußmarsch entlang der Straße bzw. des Flößersteigs bis zum Start.

Die nicht-öffentliche Straße durch den Großen Zschand verlassen wir bereits nach 100m hinter einem Felskegel, der in Bergsteigerkreisen "Pik Energie" genannt wird - die Namensgebung wird beim Anblick klar.

Durch die schattigen und oft feuchten Spitzsteinschlüchte führt ein Pfad stetig bergauf bis er, zuletzt merklich aufsteilend, unterhalb der Lorenzsteine - der Große Lorenzstein ist der Klettergipfel mit den meisten Kletterwegen in der Sächsischen Schweiz - auf den Lorenzweg trifft. Diesem breiten Forstweg folgen wir nach links bis zur Zeughausstraße. Die Forststraße überschreitend führt ein Waldweg mit leicht ansteigendem Profil zum Fuße des Wintersteins.

Wer höhentauglich und trittsicher ist, sollte auf den Aufstieg über Leitern und Stufen keinesfalls verzichten. Als Belohnung eröffnen sich etliche Aussichten in Richtung der breiten Flanke der Bärfangwände mit dem mächtigen Pechofenhorn am rechten Rand, in den weiten Kessel des Kleinen Zschands hinein, zu den Affensteinen, Kuhstall, Kahnstein, Teichstein und vieles mehr.

Nach dem Abstieg bieten sich die Raubsteiner Schlüchte (rote Markierung) zur Rückkehr zur Zeughausstraße an, der wir bis zum Zeughaus folgen.

Der fast 200m den Talgrund überragende Teichstein erhielt seinen Namen - wenig überraschend - aufgrund des Gewässers in der Talsohle gegenüber des Zeughauses. Erstmals erwähnt wurde die Existenz des künstlichen Teiches noch vor Errichtung des Zeughauses und auch erste Postkarten zeigen den kleinen Tümpel. Wann und durch wen er zugeschüttet wurde, ist unbekannt, aber unmittelbar gegenüber des Zeughauses stand lange Zeit eine als Imbiss dienende Holzhütte, ein Pavillion und mehrere überdachte Tischgarnituren. In den Sommermonaten war die "Zschanddisko" ein nicht nur bei Bergsteigern beliebter Treffpunkt.
Heute veranschaulicht der Teich mit seinen befestigten Ufern das, was die Nationalparkverwaltung unter "Natur" versteht...
Den erstem nach links führenden Abzweig nach Passage des Zeughauses verlassen wir bereits nach wenigen Metern wiederum nach links (grüne Markierung).
Vor allem bei guter Sicht stellt der Aufstieg zum Teichstein, der nach etwa 800m erreicht wird, eine lohnende Investition dar. Im Gegensatz zum Winterberg ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass sie die Aussicht in Richtung Großen Zschand allein genießen können.
 
Zurück am letzten Abzweig halten sie sich nun das links, der E-Flügel-Weg schlängelt sich auf einer Höhe bleibend schier endlos um Neustelliger Hübel und Heulenberg. Abkürzungen sind vorhanden, eindeutig zu finden, aber oft nicht wirklich sinnvoll, da sie Gründe durchschreiten. Nach 2km deutet ein Wegweiser die Richtung zur Buschmühle und damit das baldige Ende der Wanderung an.
 
Von der Buschmühle bis zur Neumannmühle sind es nur wenige Schritte...

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