Länge 8,7 km (auf dem Pfaffenstein ist einzig ein Abstecher zur Barbarine eingerechnet)
Dauer 3-4 h
Anspruch Anspruchsvoll, ca. 350 Hm, Zum Höhenprofil
Sehenswertes Quirl mit Diebskeller, Pfaffenstein mit Barbarine und Nadelöhr
Aussichten Quirl (mehrere), Pfaffenstein (mehrere), Schöne Aussicht
Einkehrmöglichkeit Auf dem Pfaffenstein, Königstein (mehrere), Pfaffendorf (2)
Anfahrt S-Bahn (Start der Tour unmittelbar am Bahnhof), Pkw (nur begrenzte Parkmöglichkeiten am Start)

Als Halbtageswanderung geplant, halten die aufgesuchten Ecken genügend Potenzial für Verlängerungen bereit. Bereits der zwar bez. des Umfangs größte und dennoch kaum frequentierte Tafelberg der Sächsischen Schweiz, der Quirl, lässt die gesammelten Kilometer bei einer Umrundung merklich anschwellen. Und der markante und mit den meisten Klettergipfeln flankierte Pfaffenstein lässt sich unmöglich an einem einzigen Tag vollständig entdecken.

Ausgangspunkt ist der Kreisverkehr in Königstein unweit des Bahnhofs. Hier und jenseits des Bahndamms existieren in kleinerer Anzahl kostenpflichtige Parkplätze, schon daher ist die Anreise per S-Bahn zu empfehlen.

Die gegenüber startende Bielatalstraße verlassen wir nach ca. 300m an einer auffälligen Postmeilensäule linkerhand. Mehrere unter Denkmalschutz stehende Umgebindehäuser säumen den steil ansteigenden Pfaffenberg. Die Plappermühle (Nr. 31) ist mit Baujahr 1549 das älteste Gebäude. 

An der Pfaffendorfer Straße geht es knapp 200m nach links, bis rechts der Wegweiser zum Quirl leitet. Ob sie am folgenden Abzweig dem Pflasterweg folgen oder sich rechts halten ist unerheblich, beide Varianten führen "hinter" dem Sportplatz wieder zusammen. Der Eule begegnen sie allerdings nur rechts.

Nach Passage der Gartenanlage zweigt der Weg rechts ab und führt zumeist leicht ansteigend an den Fuß des Quirls. Beim Diebskeller handelt es sich um eine der größten Höhlen der Sächsischen Schweiz, wobei groß relativ ist und es sich verglichen mit den Gratern im Karst nur um ein lausiges Mauseloch handelt.

Etwa 50m rechts von der Höhle führen Stufen hinauf auf das Plateau des Tafelberges. Ca. 100m links (Pfadspuren) findet sich eine einigermaßen brauchbare Aussicht auf Stadt Königstein, das Elbtal und den gegenüberliegenden Lilienstein. Entlang der Hangkante existieren weitere Punkte, die aber leider noch stärker zugewachsen sind als dieser Standort. Erst an der Ostspitze, die über gut sichtbare Pfadspuren erreicht wird, ermöglicht ein Plateau eine erstklassige Aussicht auf die zerklüftete Nordseite des Pfaffensteins.

Der nördlichen Hangkante gen Westen folgend, treffen sie nach ca. 250m auf den mit Sandsteinplatten gepflasterten Kanonenweg, der einen bequemen Abstieg bietet. Der rot markierte Wanderweg führt nun links bis zum Fuß des Pfaffensteins.

Ob sie den bequemen Auftsieg wählen oder den später abzweigenden Klammweg, um das Gipfelplateau zu erreichen, ist unerheblich, die zu überwindende Höhendifferenz ist die Gleiche. Der Klammweg ist sicher die interessantere Wahl, aber bei hoher Frequentierung kann die Enge zu stockendem Durchfluss führen.

Je nach Motivation können sie reichlich Zeit beim Erkunden des Tafelbergs investieren. Die Einkehr in die Berggaststätte ist am wenigsten mit Anstrengungen verbunden. Der Besuch der Barbarine, dem Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz, ist fast schon obligatorisch. Bis auf einen engen Durchschlupf bietet der Zugang keine Fallen. Etwas mühsamer ist dagegegen der Ab- und Aufstieg zu/von der Goldschmiedhöhle, wer bereits vom Diebskeller enttäuscht war, sollte sich den Aufwand schenken. Allerdings trifft man noch vor dem Abstieg auf sehr gute Aussichten und das ganze 100m vom Hauptweg entfernt. Lohnende Aussichtspunkte finden sich ebenso im Bereich des Opferkessels. Die gute Ausschildung in diesem Bereich und die letztlich kurzen Wege erübrigen eine Wegbeschreibung an dieser Stelle...

Wenn sie sich zum Abstieg entschließen, so verlassen sie den Stein am besten über das so genannte Nadelöhr. Die Engstelle mit der Leiter ist nur kurz und für aufsteigenden Gegenverkehr gibt es reichlich Ausweichmöglichkeiten. Mit Barbarinenhof und Gasthaus zum Pfaffenstein liegen zwei Einkehrmöglichkeiten direkt am Wege.   Nach dem großen Parkplatz kreuzen sie die Straße, laufen rechts am kleinen Teich vorbei und folgen dem Anstieg bis zum Waldrand. Links leitet die Heidepromenade nahezu eben bis zur Schönen Aussicht. Die schönere - da nicht zugewachsene - Aussicht auf die Festung passieren sie zuvor.

Unmittelbar an der Schönen Aussicht beginnt der Abstieg. Am ersten Querweg wandern sie ca. 200m nach rechts, bis links ein Weg durch eine dichte Schonung führt. Dieser endet an einer Gartensiedlung. Links führt der Weg anfangs eben, dann über steile Treppen hinab zur Stadt, die sie an eingangs erwähnter Postmeilensäule erreichen. Rechts sind es nur wenige Schritte bis zum Ausgangspunkt.

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