Länge 16,5 km (ca. 9 km bis Bahnhof Königstein)
Dauer 6h
Anspruch Anspruchsvoll, 600 Hm, Zum Höhenprofil
Sehenswertes Eulensteine, Biedermann-Mausoleum, Pehnafall, Festung, Lilienstein
Aussichten Festung Königstein (mehrere), Lilienstein (mehrere)
Einkehrmöglichkeit Weißig Thürmsdorf, Festung und Stadt Königstein (mehrere), Lilienstein
Anfahrt S-Bahn, Auto

Dominant ragen die beiden Tafelberge Königstein und Lilienstein empor, von zahlreichen Aussichtpunkten der Sächsischen Schweiz sind sie sichtbar. Beliebt sind sie und oft überlaufen, weshalb  unser Wandvorschlag einsame Wege bevorzugt, um sich den Touristenmagneten zu nähern. Gelegenheiten, sich vom Trubel zu erholen, gibt es reichlich...

Die Streckenführung kann leicht um etliche Höhen- und Weitenmeter reduziert werden, indem bspw. auf die Besteigung der Tafelberge verzichtet oder ab Stadt Königstein die S-Bahn zur Rückreise genutzt wird. Eine durchaus empfehlenswerte Erkundung der Festung verlängert hingegen die Strecke, ohne weitere Anstiegsmeter zu addieren.

Wir empfehlen die Anreise per S-Bahn, nicht zuletzt weil die Stationen Rathen und Königstein unmittelbar an der Strecke liegen. Das S-Bahn-Ticket berechtigt ebenso zur Nutzung der Fähre in Königstein. Die Überfahrt in Rathen kostet leider extra.

Bei Anfahrt mit dem Pkw fänden sich nur wenige kostenfreie Parkmöglichkeiten in Weißig und Königstein. Kostenpflichtige Abstellmöglichkeiten hält bis auf Thürmsdorf jeder Ort parat.

Man könnte natürlich vom Startpunkt am Bahnhof Rathen zum Fuße des Rauensteins aufsteigen und von Westen her nach Weißig gelangen, aber da der Anspruch der Wanderung auch ohne Umwege schon beachtlich ist, empfehlen wir, vom Bahnhof die Straße (oder direkt an der Elbe) nach Osten zu laufen, die Bahntrasse am nächsten Übergang zu queren und ein Stück bergan (gut 100m) linkerhand die Alte Weißiger Straße zu nutzen. Kurz vor Weißig muss leider nochmals kurz die Hauptstraße begangen werden, bevor sie hinter dem Rathener Hof links auf eine Anwohnerstraße wechseln und dieser folgen, bis sie auf die Ausschilderung zum Malerweg treffen. Rechts (gelbe Markierung) geht es einen leicht ansteigenden Feldweg entlang. Vor Erreichen eines schmalen Waldstreifens werden die Eulensteine, zwei Überreste eines ehemaligen Tafelberges, passiert.

500m nach dem Waldstreifen ist links der Zugang zum Mausoleum der Familie Biedermann nicht zu verfehlen. Die nahe Aussicht auf die Festung Königstein verspricht zwar kein perfektes Fotomotiv, dazu stehen die Bäume zu sehr im Blickfeld, aber, da man schon einmal hier ist, ist sie einen Besuch wert.

Ein Stück den Weg zurück führt der Malerweg zum Schloss Thürmsdorf, das, kürzlich saniert, nun eine Schokoladenmanufaktur beherbergt.

Anstatt dem Malerweg zu folgen, bietet sich eine Abkürzung über den gelb markierten Wanderweg an, der am Feldrand ca. 250m westlich des Mausoleums nach links leitet. Sobald sie auf die kleine Straße treffen, sind es nach links bis zum Pehnafall knapp 250m und rechts 150m bis zum Malerweg. In kürzester Variante verkürzt sich die Wanderung somit um 500m.

Vom Schloss laufen sie links zur Hauptstraße hinab und folgen dieser wiederum nach links. Nach gut 100m zweigt links der "Pehnaberg" ab. Zu niederschlagsreichen Zeiten oder zur Schneeschmelze lohnt sich der Abstecher zum Pehnafall, einem für Sächsische-Schweiz-Verhältnisse bedeutenden Wasserfall. Ca. 400m nach dem Abzweig befindet sich der Zugang rechterhand.

Ob mit oder ohne Abstecher: Die Wanderung folgt der Hauptstraße bis unmittelbar am Ortsausgang links ein Weg abzweigt. Dieser quert ein kleines Bachbett und führt dann kurz steil ansteigend zum Kanonenweg, auf dem sie sich nach rechts halten. Die erste Straße überqueren sie, 300m später "überwindet" eine Unterführung die Bundesstraße. Der Anstieg zur bald sichtbaren Festung über die alte Festungsstraße ist eindeutig.

Für den Besuch der Festung zu werben, ist müßig. Entscheiden sie selbst, ob das Zeitbudget den Rundgang - mindestens zwei Stunden sind einzuplanen - im Rahmen der Wanderung gestattet oder ob die Festung besser als separater Ausflug geplant werden sollte.

Der Zugang zur empfohlenen Strecke nach Stadt Königstein befindet sich etwa 20m östlich des Aufzugs. Zunächst steil, dann merklich abflachend geht es zur - leider schon längst geschlossenen - Palmschänke und nach der kleinen Lichtung führen Treppen hinunter zur Stadt, die sie auf Höhe der Kirche erreichen. Im Ort bestehen mehrere Einkehrmöglichkeiten; Schrägers Gasthaus gleich links in der Kirchgasse, etwas weiter links sind Amtshof und Sachsenstübel nicht weit ab vom Weg.

Praktisch gerade aus haltend (Kirchgasse dann die rechts einsetzende Hainstraße) geht es zum Reißiger Platz (Pizzeria, Eisbar, Cafe), über die S172 hinweg und rechts unter dem Bahndamm hindurch zur Fähre.

Auf der anderen Elbseite (Landgasthof Müller) beginnt wenige Meter rechts des Anlegers der Aufstieg nach Ebenheit. Auf der Ebene führt die Wanderung zunächst flach über das Feld zum Waldrand, dann in ansteigenden Serpentinen zum Fuße des Liliensteins und zuletzt über Leitern durch eine Schlucht auf diesen.

Oben angekommen, sollten sie auf den Abstecher zur Westaussicht des Tafelberges nicht verzichten: Brand ganz rechts und sich nach links anschließend Rathen mit Bastei, Rauenstein, Bärensteine, Pirna und Dresden in der Ferne, der Kamm des Osterzgebirges und die Festung u.v.m. liegen einem zu Füßen.

Die Felsbaude lädt zur Rast ein, der Besuch der südlichen und östlichen Aussichtspunkte beansprucht nur wenige Minuten, bevor sie den Tafelberg über den Nordabstieg verlassen. Bis zur ersten Gabelung ist der Weg gelb markiert, dann folgen sie der Ausschilderung des Fernwanderweges links nach Rathen (blaue Markierung).

Der Wanderweg verläuft zunächst durch den Wald (rechterhand liegt der Sellnitzhof, der durch das am ersten Juniwochenende stattfindete Sellnitzfest einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat), später über freies Feld. An der Straßenquerung lohnt ein Abstecher in die Gaststätte "Zum alten Hansjörg" - sofern sie denn geöffnet ist. Bis zum Abstieg über den Lottersteig zum Kottesteig ist es nur noch eine kurze Distanz. Elbabwärts geht es bequem nach Rathen und mit der Gierseilfähre über den Fluss zum Ausgangspunkt.

 

 

Zum Seitenanfang