Länge 20 km
Dauer 6-7h
Profil Anspruchsvoll, 520 Hm im Auf-und Abstieg Zum Höhenprofil
Sehenswertes Decin, Belvedere
Aussichten Rosenkamm (zahlreiche Aussichten)
Einkehrmöglichkeit Decin (mehrere), Belvedere, Hrensko (mehrere)
Anfahrt S-Bahn (Elbe-Labe-Sprinter)

Während im sächsischen Elbtal die Steinbrecher die Landschaft maßgeblich verändert haben, blieb im böhmischen Teil des Gebirges das Flusstal weitestgehend intakt. Bis zu 80m hoch ragen die senkrechten Felswände aus den bewaldeten Hängen auf, die sich bis zum Strom hinunterziehen und jenen oft in ein nur schmales Bett zwängen. Dem Betrachter im Tal fallen sofort die zahlreichen Felskanzeln auf, die die von ihnen gebotenen Aussichten bereits erahnen lassen. Die schönsten Aussichtspunkte rechterhand des Flusses werden sie auf der Wanderung am Růžový hřeben besuchen.

Der günstigste Ausgangspunkt für die Wanderung ist der Bahnhof Děčín-Přípeř (eine Station vor Hbf). Geht die Fahrt doch bis Hauptbahnhof (bspw. Anreise mit ICE) muss ein knapper Kilometer bis zur Elbbrücke (Tyršův most) zurückgelaufen werden.

Ab Děčín-Přípeř laufen sie zur Elbbrücke und überqueren den Fluss. Sobald die Straße nach links abbiegt, treten sie rechts in die Fußgängerpassage (Křížová) der Altstadt ein. Einen kurzer Blick in die rechterhand parallel verlaufende Dlouhá jízda, der Zufahrtsstraße zum Schloss, sollten sie nicht versäumen.

Am Ende der Fußgängerpassage geht es nach links, sie überqueren die Straße am Fußgängerüberweg und folgen der fast geradeaus führenden Straße bis hinter die Bahnunterführung. Die zweite Querstraße (Tylova) geht es nach links bis zum Ende, dann rechts einen Parkweg bergauf. Nach 300m ist der Beginn des rot markierten Wanderwegs erreicht.

Es folgt ein längerer Anstieg, der sich zuletzt durch schmale Felsgassen windet und am Stoličná hora (Quaderberg) vorerst den höchsten Punkt erreicht. Die Kaiseraussicht (Císařský výhled) eröffnet einen grandiosen Blick auf Děčín.

Auf halbem Weg zum 1890 errichteten Pavillon der Elbwarte (Vyhlídka Labská Stráž) ist links ein Abstecher zur Schneeberger Aussicht (Sněžnická vyhlídka) möglich.

Die rote Markierung hält sich nun am Rand des tief eingeschnittenen Tals nach Norden. Erst mit Erreichen von Ludvíkovice, einem Ort ohne Einkehrmöglichkeit, endet die Umgehung, linkerhand folgen sie dem Bachlauf des Ludvíkovický potok durch ein kurzes Tal. Wenn sich dieses weitet, an einer kleinen Lichtung, führt der Wanderweg zunächst steil bergan nach links. Vorbei am Friedhof folgen immer wieder kürzere Anstiege durch dichten Wald, bis am Spálenisko wieder eine Freifläche den Blick über das Elbtal öffnet. Einen weiteren Kilometer des Wegs sollte der 250m währende Umweg zur grandiosen Rosenkammaussicht (Růžová vyhlidka) unbedingt in Kauf genommen werden, hier steht man im wahrsten Sinne des Wortes am Abgrund.

Bis Labská Stráň "zieht" sich der Weg weit abseits der Felskante und die Aussicht auf Aussichten ist gleich Null. Abstecher nach Bynovice und Arnoltice wären denkbar, ob sie mit Einkehrmöglichkeiten belohnt werden würden, ist (mir) unbekannt. In Labská Stráň existiert auf jeden Fall ein Restaurant, aber besser ist es, den Ort rechts liegen zu lassen und die wenigen 100 Meter bis zum Belvedere noch zu absolvieren. Hier ist die wohlverdiente Einkehr garantiert!

Die Ausschilderung nach Hřensko leitet zurück nach Labská Stráň. Der in der Karte ausgewiesene Vorschlag folgt jedoch dem schmalen Pfad, der rechterhand der Aussichtsplattform beginnt. Bald schlängelt er sich nördlich oberhalb eines tiefen Taleinschnitts. Sie bleiben zunächst rechts, dann links des kleinen Bachlaufs bis sieauf die erste Anwohnerstraße Labská Stráň stoßen. Dieser folgend treffen sie erneut auf die rote Markierung, die vor Ortsausgang nach links leitet. Nach Erreichen der Talsohle laufen sie nach links das wildromantische Tal der Suchá Kamenice hinab ins Elbtal.

Zwar ohne Ausschilderung, davor kürzer und interessanter, bietet sich ein Direktabstieg ins Tal der Suchá Kamenice an. Dazu überschreiten sieden kleinen Bachlauf, den sie nach dem Hotel erreichen, an der ersten Möglichkeit und folgen den Pfadspuren westlich, stets oberhalb der Elbwände und unterhalb des Feldrandes haltend. Zwei Bunker der Schöberlinie werden später passiert. Ein etwas breiterer, leicht abfallender Forstweg verliert sich im Gelände, anfangs rechtshaltend sollte der Abstieg ins Tal der Trockenen Kamnitz (nicht Elbtal!) nicht zu verfehlen sein. Die Pfadspuren führen teils steil bergab, eine kurze Stufe ist zu überwinden, dann erreichen sie den normalen Wanderweg auf der Höhe einer kleinen Staustufe.
Diese Variante erfordert einen gewissen Orientierungssinn - gefährlich ist sie nicht.

Der Straße im Elbtal folgen sie nach rechts nach Hřensko. Dort nutzen sie die kostenpflichtige Fähre nach Schöna. Sparfüchse wandern noch weiter bis nach Schmilka, um mit der dortigen Fähre überzusetzen, deren Nutzung durch das Tagesticket des VVO frei ist.

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