Länge/Dauer: 15,5km
Dauer 5-7h
Profil Extrem, 590 Hm, Zum Höhenprofil
Sehenswertes Liethenmühle, Kleinhennersdorfer Stein (Lichterhöhle), Papststein, Gohrisch, Pfaffenstein (Barbarine)
Aussichten Auf allen Tafelbergen mehrere, Kellerfelsen (sobald der Forst mal die Bäume kürzt)
Einkehrmöglichkeit Krippen (mehrere), Königstein (mehrere), Pfaffenstein (Berg), Papststein (Berg), Kurort Gohrisch (mehrere, der Ort wird nicht direkt passiert)
Anfahrt S-Bahn (Start und Ziel befinden sich an verschiedenen Orten direkt am Bahnhof)

Je nach Kondition und Motivation kann der Anspruch der Wanderung nach gusto justiert werden. Steigen die gesammelten Höhenmeter mit Überschreitung eines jeden der am Weg liegenden Tafelberge rasant, summieren sich die Längenmeter beim Ansteuern eines jeden Aussichtspunkts zu einem beachtlichen Bonus. Aber selbst in der Sparversion ist der Anspruch der Strecke nicht zu unterschätzen.

Krippen als Startpunkt für Wanderungen verbindet man für gewöhnlich mit einer Wanderung in Richtung Schrammsteine. Aber wir wenden uns am Bahnhof nur kurz nach Richtung Osten und verlassen die Straße rechterhand zwischen den ersten Siedlungshäusern. Nach 150m auf der Anwohnerstraße beginnt rechterhand der Aufstieg (gelbe Markierung) zur Berthelspromenade, die sich recht eben oberhalb des Krippenbachtals durch den Hang zieht. Bevor Stufen ins Tal leiten, könnte wenige Meter voraus die Aussicht am Kellerfelsen besucht werden. Solange allerdings der Forst nicht aktiv wird, besteht keine Aussicht auf Aussicht.

Nach kurzem Abstieg führt der Weg ohne nennenswerte Anstiege zur Liethenmühle (die Straße Krippen-Kleinhennersdorf wird überquert), die mit einem - für Sächsische-Schweiz-Verhältnisse - recht preiswerten Speiseangebot aufwartet.

Der erste steile Anstieg lauert unmittelbar und steigert seine Neigung bis hin zum Abzweig an den Liethenhäusern. Die Ausschilderung zum Malerweg weist hier nach links und hinter dem letzten Grundstück nach rechts aufwärts, unmittelbar bevor der interessanteste, aber leider sehr kurze Abschnitt des Liethenbachgrundes beginnt.

Dem Malerweg folgend wird die Straße überquert (kurz links geht es weiter). Der Alte Schulweg führt in den Ort Kleinhennersdorf, an der ersten Kreuzung geht es links weiter, nur anfangs asphaltiert führt der Wanderweg stets am Waldrand entlang.  

Die Ausschilderung zum Papststein ist eindeutig, ein Abstecher zur Lichterhöhle am Kleinhennersdorfer Stein ist lohnend und schlägt mit 600 Zusatzmetern und einem moderaten Anstieg zu buche.

Detaillierte Angaben zum Papststein enthält die Wanderung Kurze Papststeinrunde, an dieser Stelle möchten wir nur darauf hinweisen, dass die nächste Einkehrmöglichkeit, die keine Umwege erfordert, erst am Pfaffenstein erreicht wird. 

Nach Überschreitung des Papststeins geht es unmittelbar gegenüber zum Gohrisch hinauf.

Nun ist es nicht auszuschließen, dass die Motivation für den Weiterweg im Keller ist und Abkürzungen in Erwägung gezogen werden. Möchten sie einzig auf den Gohrisch verzichten, dann umlaufen sie diesen links herum, also zunächst wie der beschriebene Aufstieg und nach einer kurzen Senke geht es links weiter. Dem Muselweg folgen sie nach rechts, bis eine Ausschilderung die Richtung zum Pfaffenstein vorgibt.

Soll gar der Pfaffenstein aus dem Programm getilgt werden, dann bleiben sie auf dem Muselweg, der weiterhin durch den Wald und zuletzt über ein Feld verläuft. In Gohrisch überqueren sie die Straße nach Pfaffendorf und halten sich 100m weiter nach links (Pladerbergstraße). Der Weg nach Königstein ist bald ausgewiesen. Sie erreichen Königstein oberhalb der "Siedlung", laufen links durch den Hohlweg und dann eine steile Straße hinab. Diese führt direkt zum Bahnhof.

Bei Verzicht auf den Pfaffenstein böten sich auch die zahlreichen Einkehrmöglichkeiten Gohrischs an, die nun kaum Umwege nach sich ziehen...

Im Anstieg zum Gohrisch wird zunächst der Specksteinstollen passiert, einem Überbleibsel früherer Bergbautätigkeit, den die Nationalparkverwaltung zum Fledermaus-Winterquartier bestimmt und damit den Zugang für die Öffentlichkeit gesperrt hat.

Für den Klettersport 2015 neu eröffnet wurde hingegen der (Dreckhaufen) "Muselmann", der kurz vor dem Einstieg in die schmale Gasse, die zum Gipfelplateau führt, links des Weges steht.

Der Abstieg vom Berg erfolgt gleich am ersten Abzweig, da die letzte Aufstiegsmöglichkeit, die Falkenschlucht, nur für den Aufstieg empfohlen wird - Gegenverkehr wäre bei der Enge problematisch. Vor allem bei guter Sicht sollten sie vor dem Abstieg bis zur Wetterfahne auf der Westspitze vordringen...

Am Fuße des Tafelbergs nehmen sie den zweiten Weg nach rechts, der erste ist der Zustieg zur Falkenschlucht, und sofort wieder links talwärts - ein roter Punkt weist nun den Weg zum Pfaffenstein. Im weiteren Verlauf geht es ziemlich im Zickzack weiter, an der Straßenkreuzung Papstdorf/Cunnersdorf/Pfaffendorf wird die Straße gequert. Die Ausschilderung in diesem Bereich ist gut. Der Pfaffensteinpromenade, die 600m nach Straßenquerung erreicht wird, folgen sie nach links bis der Aufstieg zum Pfaffenstein ausgewiesen ist. Ob sie sich dann am Jäckelfels für den Klammweg oder den bequemen Aufstieg entscheiden, bleibt ihnen überlassen. "Unbequemer" ist der Klammweg auch nicht.

Die Möglichkeiten auf dem Pfaffenstein sind umfassend in der Wanderung Kurze Pfaffensteinrunde beschrieben.

Der kürzeste Abstieg vom Stein verläuft durch das Nadelöhr, sobald das erste Grundstück von Pfaffendorf (Barbarinenhof) erreicht ist, wählen sie den Weg nach links, der oberhalb des Ortes parallel zu diesem verläuft. Vorm Sportplatz laufen sie den steilen Pflasterweg hinab und 200m weiter die Straße hinunter geht es nach rechts über den Pfaffenberg nach Königstein. Von der Bielatalstraße, die sie um Talgrund erreichen, sind es nur noch 350m bis zum Bahnhof (vom Kreisverkehr rechts nicht an der Straße laufen sondern zwischen Häuserzeile und Bahntrasse!).

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